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Warum ich diesen Blog gestartet habe

  • Lena alias Fräulein Ruhe
  • 13. Aug. 2023
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 21. Okt. 2025

"Das Referendariat" - Der große Feind in meinem Kopf


Als ich ins Referendariat kam, war ich ziemlich eingeschüchtert und sehr verunsichert. Ich hatte, genau wie du vielleicht auch, diverse Horrorgeschichten im Kopf und wusste überhaupt nicht, was mich da erwarten würde. Ich hatte zwar ein Praxissemester gemacht und war mir auch ziemlich sicher, dass der Job mir Spaß machen würde, aber vor diesem Referendariat hatte ich einen Heidenrespekt. Außerdem war ich, was dir vielleicht auch passiert ist, zwangsweise in eine Stadt versetzt worden, in die ich gar nicht wollte. Kein guter Start.


Und dann ging es los. Ich bekam meine Mentorinnen zugeteilt – beide waren nur wenig älter als ich, sehr nett, kompetent und wertschätzend mit den Schüler*innen. Wir haben uns auf Anhieb gut verstanden. Ich durfte viel ausprobieren, die Schüler*innen waren toll und haben sich auf viele Dinge eingelassen. Ich bin mit auf Klassenfahrt gefahren (unter anderem auf Abschlussfahrt nach Berlin – wahnsinnig aufregend für alle Beteiligten! 😉), habe einige Jugendliche ins Berufsleben verabschieden dürfen, habe meine Unterrichtsbesuche gemeistert und bin heute mit meinen ehemaligen Mentorinnen gut befreundet.


Äußerlich war also alles so gut, wie es eben hätte sein können in einer Phase, die nunmal einfach viel Neues und Aufregendes bereithält.


Und trotzdem. Trotzdem war ich wahnsinnig gestresst. Ich habe kaum noch etwas gemacht, außer die Unterrichtsstunden vorzubereiten, jedes Arbeitsblatt doppelt und dreifach zu differenzieren und die nächsten Unterrichtsinhalte zu planen. Trotzdem habe ich öfter als einmal heulend im Klassenraum oder sogar im Lehrerzimmer gesessen. Trotzdem hatte ich kaum Freizeit, habe kaum noch Freunde getroffen und hatte irgendwann das Gefühl, mit den Nerven völlig am Ende zu sein. Selbstfürsorge oder auch nur mal tief durchatmen? Fehlanzeige. Ich war mir sicher: Dafür habe ich einfach keine Zeit.


Mein Körper zieht die Notbremse

Aus dieser Stressspirale und den negativen Selbstbeeinflussungen kam ich einfach nicht mehr heraus raus. Das Drama endete erst einige Monate später mit einem Hörsturz. Für die Behandlung musste ich zehn Tage lang jeden Morgen zum Arzt und war schockiert, wie viele Lehrer*innen dort mit mir herumsaßen. Mir war ziemlich schnell klar: Wenn ich diesen wunderbaren Beruf noch mehr als drei Jahre ausüben möchte, musste ich irgendwie aus diesem Stress herauskommen und anfangen, mich wieder besser um mich zu kümmern, als ich das bisher im Referendariat getan hatte.


Und das habe ich seitdem gelernt


Ich habe dann schon während meiner Krankschreibung sehr viel gelernt und gelesen zum Thema Selbstfürsorge und Entspannung. Ich habe die positive Psychologie für mich entdeckt. Ich habe eine Weiterbildung zur Entspannungspädagogin gemacht, angefangen, die erlernten Inhalte in meinen Alltag einzubringen und besser auf mich zu achten. Ich habe seitdem als Ausbildungsbeauftragte bereits einige Praktikant*innen und Referendar*innen betreut und auch in Zusammenarbeit mit ihnen viele weitere Sichtweisen kennengelernt.


Vielleicht findest auch du auf meinem Blog ein paar Tipps und Tricks, wie du dir die Zeit des Referendariats angenehmer gestaltest. Denn: Du bist nicht allein, und wir brauchen dich!


 
 
 

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