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Achtsamkeit im Referendariat: Wie kann sie dir helfen, gesund zu bleiben?

  • Lena alias Fräulein Ruhe
  • 27. März
  • 3 Min. Lesezeit

Der Einstieg ins Referendariat ist eine spannende, aber auch herausfordernde Zeit. Viele Lehrkräfte erleben Stress, Überforderung und mentale Erschöpfung. Achtsamkeit kann hier eine wertvolle Unterstützung sein. Doch was bedeutet Achtsamkeit genau, und wie hilft sie speziell Lehrkräften, mental gesund zu bleiben? Dieser Beitrag erklärt die Grundlagen der Achtsamkeit und zeigt praktische Wege, wie Referendare sie im Alltag nutzen können.


Nahaufnahme eines ruhigen Klassenzimmers mit offenem Fenster und Pflanzen auf der Fensterbank
Ruhiges Klassenzimmer mit Pflanzen und offenem Fenster

Was versteht man unter Achtsamkeit?


Achtsamkeit bedeutet, den Moment bewusst und ohne Bewertung wahrzunehmen. Es geht darum, aufmerksam zu sein für das, was gerade geschieht – im Außen und im Innen. Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen werden wahrgenommen, ohne sie zu beurteilen oder zu verdrängen.


Für Lehrkräfte ist das besonders wichtig, weil der Schulalltag oft hektisch und voll von Anforderungen ist. Achtsamkeit hilft, nicht in Stress oder Sorgen zu versinken, sondern präsent zu bleiben und klar zu handeln.


Die drei Säulen der Achtsamkeit


  • Bewusstheit: Wahrnehmen, was gerade passiert, ohne Ablenkung.

  • Akzeptanz: Dinge so annehmen, wie sie sind, ohne Widerstand.

  • Nicht-Urteilen: Gedanken und Gefühle beobachten, ohne sie zu bewerten.


Diese Haltung kann helfen, Stress zu reduzieren und die mentale Gesundheit zu stärken.


Warum ist Achtsamkeit für Lehrkräfte besonders wichtig?


Lehrkräfte stehen unter hohem Druck. Unterrichtsvorbereitung, Klassenführung, Leistungsbeurteilung und oft auch die Kommunikation mit Eltern und Kollegen fordern viel Energie. Gerade Referendare sind oft noch unsicher und müssen sich in kurzer Zeit viele neue Fähigkeiten aneignen.


Herausforderungen im Referendariat


  • Zeitdruck und hohe Arbeitsbelastung

  • Umgang mit schwierigen Situationen im Klassenzimmer

  • Selbstzweifel und Leistungsdruck

  • Balance zwischen Beruf und Privatleben


Achtsamkeit kann helfen, diese Herausforderungen besser zu bewältigen, indem sie die Resilienz stärkt und die Fähigkeit fördert, mit Stress umzugehen.


Wie kann Achtsamkeit im Schulalltag praktisch umgesetzt werden?


Achtsamkeit lässt sich in kleinen Schritten in den Alltag integrieren. Hier einige Beispiele, die speziell für Referendare hilfreich sind:


1. Achtsames Atmen


Einfaches bewusstes Atmen für 1–2 Minuten kann helfen, sich zu zentrieren. Zum Beispiel vor dem Unterricht oder in einer stressigen Situation:


  • Tief einatmen, den Atem spüren

  • Langsam ausatmen und den Körper entspannen

  • Gedanken kommen lassen, ohne sich von ihnen mitreißen zu lassen


2. Kurze Pausen bewusst nutzen


Zwischen den Unterrichtsstunden oder während der Pausen kann eine kurze Achtsamkeitspraxis helfen, den Kopf frei zu bekommen:


  • Auf den eigenen Körper achten: Wie fühlt sich der Nacken an? Sind die Schultern angespannt?

  • Einen Moment bewusst die Umgebung wahrnehmen: Geräusche, Licht, Gerüche


3. Achtsames Zuhören


Im Gespräch mit Schülern oder Kollegen hilft es, wirklich präsent zu sein:


  • Blickkontakt halten

  • Nicht sofort antworten oder bewerten

  • Sich auf das Gesagte konzentrieren, ohne abzuschweifen


4. Reflexion am Tagesende


Ein paar Minuten am Abend nehmen, um den Tag achtsam zu reflektieren:


  • Was lief gut?

  • Welche Situationen waren herausfordernd?

  • Wie habe ich mich gefühlt?


Diese Übung fördert das Bewusstsein für eigene Bedürfnisse und Grenzen.


Augenhöhe Blick auf einen Schreibtisch mit offenem Notizbuch, Stift und einer Tasse Tee
Schreibtisch mit Notizbuch und Tasse Tee aus Augenhöhe

Wie unterstützt Achtsamkeit die mentale Gesundheit von Lehrkräften?


Mentale Gesundheit umfasst das emotionale, psychische und soziale Wohlbefinden. Für Lehrkräfte ist sie entscheidend, um den Anforderungen des Berufs langfristig gewachsen zu sein.


Stressreduktion


Studien zeigen, dass Achtsamkeit Stresshormone senken und das allgemeine Wohlbefinden steigern kann. Lehrkräfte, die regelmäßig Achtsamkeit üben, berichten von weniger Erschöpfung und mehr Gelassenheit.


Bessere Selbstwahrnehmung


Achtsamkeit fördert die Wahrnehmung eigener Gefühle und Bedürfnisse. Das hilft, frühzeitig Warnsignale für Überlastung zu erkennen und rechtzeitig gegenzusteuern.


Verbesserte Konzentration und Entscheidungsfähigkeit


Wer achtsam ist, kann sich besser auf den Moment konzentrieren. Das erleichtert den Umgang mit komplexen Situationen im Unterricht und fördert klare Entscheidungen.


Stärkung der Resilienz


Resilienz bedeutet, auch unter Druck stabil zu bleiben. Achtsamkeit unterstützt diese Fähigkeit, indem sie hilft, negative Gedankenmuster zu durchbrechen und eine positive Haltung zu entwickeln.


Tipps für den Start mit Achtsamkeit im Referendariat


  • Beginne mit kleinen Übungen, die nur wenige Minuten dauern.

  • Nutze Apps oder Online-Kurse, die speziell Achtsamkeit für Lehrkräfte anbieten.

  • Tausche dich sich mit Kolleginnen und Kollegen über Erfahrungen aus.

  • Sei geduldig mit dir selbst – Achtsamkeit ist eine Fähigkeit, die sich mit der Zeit entwickelt.

  • Integriere Achtsamkeit in Routinen, zum Beispiel morgens vor dem Unterricht oder abends zur Reflexion.


Fazit


Achtsamkeit ist kein Allheilmittel, aber ein wirkungsvolles Werkzeug, um als Referendar mental gesund zu bleiben. Sie hilft, Stress zu reduzieren, die Konzentration zu verbessern und die eigene Resilienz zu stärken. Gerade in einem anspruchsvollen Beruf wie dem Lehramt ist es wichtig, sich selbst gut zu kennen und auf die eigene mentale Gesundheit zu achten.


 
 
 

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